08.12.2010, 12:18 Uhr | dapd
Die Zahl der Pflegefälle nimmt zu. Die Wirtschaft fordert nun eine Reform der Pflegeversicherung (Foto: imago)
Angesichts des erwarteten dramatischen Anstiegs der Zahl der Pflegebedürftigen pocht die deutsche Wirtschaft auf eine rasche Reform der Pflegeversicherung. "Wenn die Pflegeversicherung ihren Auftrag künftig noch erfüllen soll, muss sie unbedingt auf ein stabiles Fundament gestellt werden", sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann der Tageszeitung "Die Welt". Dabei dürften Arbeitsplätze und Erwerbstätige nicht übermäßig belastet werden. "Dazu gehört die Abkopplung der Beiträge von den Löhnen und der Einstieg in die Kapitaldeckung." Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland werde stark steigen und damit der Druck, "endlich eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung hinzubekommen".
Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland wird sich bis 2050 womöglich verdoppeln. Nach Modellrechnungen des Statistischen Bundesamts führt der demografische Wandel bis zum Jahr 2020 zu einer Zunahme von 29 Prozent und bis 2030 von rund 50 Prozent. Wie die Behörde in Wiesbaden am Montag mitteilte, steigt die Zahl der Betroffenen von 2,2 Millionen im Jahr 2007 auf 2,9 Millionen im Jahr 2020 und etwa 3,4 Millionen im Jahr 2030 an. Bis 2050 sind demnach rund 4,5 Millionen Menschen auf Pflege angewiesen.
Ursache ist die steigende Zahl älterer Menschen. Nach den Ergebnissen der aktuellen Bevölkerungsvorausberechnung wird die Zahl der über 80-Jährigen bis 2030 von 4,1 Millionen im Jahr 2009 auf voraussichtlich 6,4 Millionen ansteigen. 2050 könnte diese Altersgruppe 10,2 Millionen Personen umfassen. Die Zahl der Pflegebedürftigen in diesem Alter würde dabei von 1,2 Millionen auf rund 2,2 Millionen im Jahr 2030 zunehmen. 2050 wären es dann 3,5 Millionen.
Brandenburg ist der Statistik zufolge der Spitzenreiter bei dieser Entwicklung: Dort wird mit einer Zunahme der Pflegebedürftigen bis 2030 von 71,6 Prozent ausgegangen. Bremen kommt bei einem Plus von 34,2 Prozent auf den niedrigsten Anstieg.
Grundlagen der Modellrechnungen sind Annahmen zur Pflegebedürftigkeit nach Alter und Geschlecht, die aus der gegenwärtigen Situation und den bestehenden Rahmenbedingungen in der Pflege abgeleitet sind. Verknüpft wurde der "Status Quo" mit den Ergebnissen der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung. Ein weiteres Szenario liefert optimistischere Ergebnisse: Darin wird unterstellt, dass sich das Pflegerisiko wegen des medizinisch-technischen Fortschritts und einer gesünderen Lebensweise künftig auf ein höheres Alter verlagert wird.
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Quelle: dapd
Hotzenplotz schrieb:
am 23. November 2010 um 20:19:38
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Zu Harry
Was sollen denn die kleinen Firmen noch alles für ihre Arbeitnehmer bezahlen.Die gleichen Sozialkosten die der AN bezahlt ,zahlt
der AG noch einmal obenauf.Dazu kommen Berufsgen.Urlaubsg.Krankeng.Weinachtgeld usw.Nicht genannt alle Forderungen des Staates und seiner halbstaatlichen Organis.Zusätzlich im Sommer kalte Getränke,im Winter heiße Getr.Duschmöglichkeiten,Aufenthaltsräume geheizt, Werkzeuge,Arbeitsanzüge u Schuhe usw.Das alles kostet Geld.Der AG ist aber immer der böse Wolf!! MfG
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Kalle schrieb:
am 23. November 2010 um 17:05:12
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Arbeitgeber
Gier kennt keine Grenzen! Das gilt auch für Ihre Auftraggeber.
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Erna schrieb:
am 23. November 2010 um 15:03:27
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Pflege
Ich bin 87 Jahre und habe eine Pension von 2450 Euro. Davon bekommt eine Polin 1000 Euro für meine Pflege ,zusätzlich Kost und Logie
frei. Ich bin bestens verpflegt und brauche den Staat nicht zur Finanzierung der Pflege.
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