19.07.2010, 13:41 Uhr | apn
Bundesregierung und Bürger liegen bei der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage weit auseinander. Während Schwarz-Gelb von einem deutlich stärkeren Wirtschaftswachstum ausgeht als bisher angenommen, wachsen bei den Deutschen nur die Sorgen: Zeigte sich 2009 gut die Hälfte über die Krise beunruhigt, so sind es in diesem Jahr schon drei Viertel, wie Allensbach-Chefin Renate Köcher in einem vorab veröffentlichen Beitrag für die "Wirtschaftswoche" schrieb. Auch die Kommunen klagen. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle sagte der "BZ am Sonntag", es gehe aufwärts. "Für dieses Jahr sagt die Bundesregierung bisher 1,4 Prozent Wachstum voraus. Aber ich bin sicher, es wird am Ende des Jahres deutlich mehr sein", meinte der FDP-Politiker. Diese Entwicklung werde sich im nächsten Jahr fortsetzen, weil der Konjunkturmotor über den Export hinaus angesprungen sei.
Diese Einschätzung bestätigte der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Anton Börner, nur teilweise. "Der Außenhandel sprintet mit aller Kraft aus der Krise", sagte er der "Rheinpfalz am Sonntag". Die Exporte in die außereuropäischen Staaten in den ersten fünf Monaten hätten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 40 Prozent zugenommen. Dennoch stehe der "Stresstest" für die Konjunktur noch aus, sagte Börner dem Blatt. Dazu zählte er sowohl das Zurückfahren der extrem expansiven Geldpolitik in vielen Ländern als auch der vielfältigen Konjunkturstützen. Viele Probleme wie die Schuldenkrise seien bislang noch ungelöst. Börner warnte davor, nur auf die Exporterfolge zu bauen. Parallel dazu müsse auch die Binnenwirtschaft angekurbelt werden, vor allem mit Investitionen in der Bauwirtschaft.
Laut Allensbach-Chefin Köcher rechnen nur 22 Prozent der Bundesbürger fürs nächste halbe Jahr mit einer positiven Entwicklung, 38 Prozent dagegen mit einem konjunkturellen Rückschlag. "Sah es noch im Frühjahr so aus, als ob sich der Optimismus allmählich durchsetzt, hat sich die Stimmung seit Mai wieder merklich verdüstert", schrieb die Chefin des Meinungsforschungsinstituts. "Die Menschen trauen dem Aufschwung nicht."
Städte und Gemeinden erwarten als Folge der Krise weiter drastisch steigende Sozialausgaben. Das geht aus dem Bericht einer Experten-Arbeitsgruppe für die Gemeindefinanzkommission hervor, wie "Focus" am Samstag berichtete. Die Kommunen könnten die drohenden Mehrbelastungen ohne "durchgreifende Änderungen" nicht mehr schultern, zitiert das Nachrichtenmagazin.
Quelle: dapd
K.M. schrieb:
am 20. Juli 2010 um 17:31:20
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Krise -Aufschwung ?
Es ist doch klar bei niedrigem Geldwert steigt der Export und führt zu manch neuem Arbeitsplatz was positiv zu bewerten
ist. Das die Kanzlerin u. vor ihr Herr Schröder im Ausland wirtschaftlich tätig werden für das Land ist mehr als richtig. China-Russland-USA -Südamerika usw. kurbelt die Wirtschaft an.
Beteiligt Afrika daran auch Afghanistan -Indien. Vergesst die Abgaben nicht,
dass die vielen Armen in Deutschland u. der Welt auch wie Menschen leben dürfen. Das kann man der EU raten.
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Stulle schrieb:
am 20. Juli 2010 um 16:43:25
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Turbo-Kapitalismus
Vor der Wende war dieser Abschwung ja schon zu beobachten in der Bundesrepublik...Dann kam die Wende und für ein paar
Jahre ging es wieder aufwärts...Nun sieht es genauso aus wie 1989...Der Kapitalismus funktioniert halt nicht..Jedes jahr will jeder mehr haben..Die das bezahlen sind die "normalen" Leute....Die Ungerechtigkeiten waren in der DDR bei >>>weitem nicht so schlimm wie heute....
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Apollo Creed schrieb:
am 20. Juli 2010 um 16:38:39
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Krise
Die Firmen für die wir Arbeiten bei uns in der Firma machen alle noch Kurzarbeit. Nichts ist los. Nur laberei. Und das bißchen was
sie vergeben da nehmen sich alle Zulieferer die Butter vom Brot. Bieten wie die Zuckerkranken Teile zum Nulltarif an. Total krank. Jeder der sich angesprochen fühlt bitte mal ganz laut schreien..... So laut nun auch wieder nicht, aber danke!!!!
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