28.12.2011, 07:46 Uhr | dapd, dpa-AFX, bv
Ernte in Brasilien: Das Land holt mächtig auf und überrundet Großbritannien (Quelle: Reuters)
Die Schwellenländer der BRIC-Staaten - Brasilien, Russland, Indien und China - mausern sich immer mehr zu ernsthaften Gegnern der etablierten Industriestaaten. Nach der weltweiten Nummer zwei China hat nun auch Brasilien eine wichtige Schwelle übersprungen und in diesem Jahr zum ersten Mal Großbritannien als sechstgrößte Wirtschaftsmacht abgelöst. Das sagte der Chef des Londoner Wirtschaftsforschungsinstituts CEBR, Douglas McWilliams, im Radioprogramm der BBC.
Auf den Plätzen eins bis fünf blieben 2011 dem Centre for Economics and Business Research (CEBR) zufolge unverändert die USA, China, Japan, Deutschland und Frankreich. Bis 2020 würden allerdings auch Russland, Indien und Brasilien an Deutschland vorbeiziehen, das so auf Platz sieben zurückfalle.
Großbritannien hat laut CEBR allerdings noch die Chance, bis 2016 Frankreich zu überholen. Dass Brasilien an Großbritannien vorbeiziehen würde, hatte der Internationale Währungsfonds (IWF) schon vor Monaten für dieses Jahr vorhergesagt. Mit rund 195 Millionen hat das Land aber eine fast drei Mal so große Bevölkerung wie das Vereinigte Königreich. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag somit 2009 auch nur bei rund 8200 Dollar, verglichen mit 35.300 Dollar in Großbritannien und 36.000 Dollar in Deutschland.
Brasilien ist vor allem bei Rohstoffen stark. Dabei handelt es sich nicht nur um Bodenschätze wie Eisenerz, Erdöl oder Gas, sondern auch um Agrarprodukte wie Orangensaft oder Soja. Da der drittgrößte Flugzeugbauer der Welt, Embraer (Empresa Brasileira de Aeronáutica), seinen Sitz in Brasilien hat, spielt auch die Transportsparte eine wichtige Rolle bei den Ausfuhren.
Während Brasilien jedoch nach Schätzungen des CEBR auch 2020 noch auf Platz sechs der größten Wirtschaftsnationen stehen wird, sollen Russland und Indien wesentlich rascher wachsen und sich auf die Plätze vier und fünf vorschieben.
Täglich werden auf Märkten in Sao Paulo 1000 Tonnen Lebensmittel weggeworfen. Dabei leiden 17 Millionen Brasilianer an mangelnder Ernährung. zum Video
Damit will sich der brasilianische Finanzminister Guido Mantega jedoch nicht zufrieden geben. Er sagte, Brasilien werde schneller den fünften Platz erreichen als erwartet. Der IWF rechne bis 2015 damit, er selbst glaube jedoch, dass dies schon früher passiere, sagte Mantega in Sao Paulo.
Brasiliens Wirtschaft wachse doppelt so schnell wie die in den europäischen Ländern. 2011 werden es am Ende voraussichtlich "nur" etwa 3,0 bis 3,5 Prozent sein, nach 7,5 Prozent 2010. Für 2012 rechnet die Regierung aber erneut mit einem stärkeren BIP-Anstieg zwischen vier und fünf Prozent.
Mantega räumte aber ein, dass Brasilien noch weit vom Niveau des Pro-Kopf-Einkommens der reichsten Länder entfernt sei. Es werde wohl noch zehn bis zwanzig Jahre dauern, bis die Brasilianer europäischen Lebensstandard hätten. "Aber wir sind auf gutem Wege."
Die größten Wirtschaftsmächte jetzt und in Zukunft
Rang | 2011 | 2020 (Ausblick) |
1 | USA | USA |
2 | China | China |
3 | Japan | Japan |
4 | Deutschland | Russland |
5 | Frankreich | Indien |
6 | Brasilien | Brasilien |
7 | Großbritannien | Deutschland |
8 | Italien | Großbritannien |
9 | Russland | Frankreich |
10 | Indien | Italien |
Quelle: CEBR World Economic League Table
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Quelle: dapd , dpa-AFX , t-online.de
hubert schrieb:
am 27. Dezember 2011 um 19:40:59
(160)
(16)
wirtschaft
Wenn die Brasilianer weiterhin so verschwenderisch mit den Resourcen umgehen, wie z.B. mit dem Regenwald, werden die wieder in
nicht all zu langer Zeit in der Steinzeit enden. Denn die Resourcen auf diesem Planeten sind begrenzt. Und so wie Brasilien wird es wohl allen BRIC-Ländern ergehen. Und darum ist es überlebenswichtig für Deutschland die Bildung auf ein hohes Niveau zu bringen bzw. zu halten, um auch in Zukunft wirtschaftlich mithalten zu können.
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Mathias schrieb:
am 27. Dezember 2011 um 19:40:30
(46)
(30)
Mitbewerber
Ich muß mal sagen wenn wir deutschen uns endlich mal unabhängig erklären würden wären die kein Problem wir sind seid je her
die Fortschrittlichte Nation der Erde alles auf diesem Planeten hat Deutscherverstanden entwickelt nur wir werden unterdrückt.von den USA Israel Frankreich GB. weil sie Angst haben
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matze schrieb:
am 27. Dezember 2011 um 19:37:16
(66)
(12)
Wir sind auf jeden Fall...
...die allergrössten Heulmeier. Nur mal so theoretisch: Was würde in diesem unserem Lande passieren, wenn uns
Katastrophen von der Grösse treffen würden, wie es jetzt den Japanern zugestossen ist? Wir haben überall Rekorde eingeheimst und heulen rum, wie schrecklich die Zukunft werden wird. Haben wir die kollektive Klatsche?
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