25.07.2011, 10:10 Uhr | dpa, dapd, oca
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler plant ein Marshallplan für Griechenland (Foto. dpa) (Quelle: dpa)
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler will Griechenland mit einer Art Marshall-Plan helfen. Nach Informationen des "Handelsblatts" sollen dazu schon an diesem Mittwoch Gespräche zu Investitionsmöglichkeiten in dem hoch verschuldeten Euro-Land geführt werden. Rösler will mit den Präsidenten von mehr als 20 Wirtschaftsverbänden beraten, unter welchen Voraussetzungen sich deutsche Firmen in Griechenland engagieren wollen. Ziel sei eine "Investitions- und Wachstumsoffensive". Zuvor hatte auch die "Welt am Sonntag" über die geplanten Gespräche zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Griechenland berichtet.
Dem Bericht zufolge arbeitet auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) an einem Konzept, die Investitionsanreize in dem südeuropäischen Land zu verbessern. Laut "Handelsblatt" laufen die Gespräche bereits seit mehr als einem Jahr - auf ausdrücklichen Wunsch des Kanzleramts.
Die deutsche Wirtschaft habe Interesse an einem Engagement in Griechenland signalisiert, berichtete das Blatt. An einem vertraulichen Gespräch mit dem griechischen Wirtschaftsminister Michalis Chrisochoidis in der vergangenen Woche seien mehrere DAX-Konzerne beteiligt gewesen.
Sie suchen einen neuen Job? Finden Sie den passenden Job aus fast 60.000 Stellenangeboten. Jobsuche starten
Derweil erwartet die US-Ratingagentur Moody's nach dem Euro-Gipfelbeschluss zur Beteiligung privater Gläubiger einen teilweisen Zahlungsausfall Griechenlands. Moody's senkte daher seine Bewertung der Kreditwürdigkeit Athens entsprechend um drei Stufen von der Note Caa1 auf Ca ab. Das ist nur eine Stufe über der untersten Note - für einen kompletten Zahlungsausfall. Der Rettungsplan für Griechenland führe dazu, "dass die privaten Gläubiger Verluste machen werden", erklärte Moody's zur Begründung.
Private Gläubiger wie Banken und Versicherungen sollen der Einigung der Euro-Staats- und Regierungschefs zufolge durch mehrere Modelle ihre Griechenland-Anleihen umtauschen können. Im Endeffekt verzichten sie so darauf, dass Griechenland alle Schulden zurückzahlt - was einen teilweisen Zahlungsausfall bedeutet. "Die Abwertung spiegelt die erwarteten Verluste wider, die ein Umtausch von Anleihen mit sich bringt", erklärte Moody's.
Die Ratingagentur kündigte auch an, die Kreditwürdigkeit Griechenlands nach dem Umtausch der alten Schuldenpapiere erneut zu prüfen. Dabei werde sie auch die Möglichkeit weiterer Umschuldungen einfließen lassen. Moody's zufolge bringt der Umtausch alter Schuldenpapiere zwar Vorteile für Griechenland, etwa niedrigere Kosten und eine geringere Abhängigkeit von den Finanzmärkten - "aber der Einfluss auf den Abbau der Schulden ist beschränkt".
Bereits am Freitag hatte die US-Ratingagentur Fitch ihre Note für Griechenland gesenkt und einen teilweisen Zahlungsausfall vorausgesagt. Fitch betonte dabei aber, das zweite Hilfspaket für Athen sei "wichtig" und "positiv", um die Schuldenkrise einzudämmen.
Der Newsletter bietet Ihnen die wichtigsten Meldungen aus der Welt von Wirtschaft und Geldanlage werktags kostenlos per E-Mail. Jetzt abonnieren!
Quelle: dpa-AFX , dpa
Vater Rhein schrieb:
am 25. Juli 2011 um 20:14:08
(0)
(1)
Rösler
Als Gesunheits Minister eine Null und als Wirtschaftsminister eine Null und das wird er immer bleiben.
Kommentar melden
statement schrieb:
am 25. Juli 2011 um 19:09:53
(0)
(1)
"Marshallplan"
Die Nebelschwaden der Politiker sollen von der in die Tat umgesetzte Transferunion ablenken, mehr auch nicht. Alles in bester Ordnung?!
Kommentar melden
e.m.aue schrieb:
am 25. Juli 2011 um 19:08:16
(0)
(0)
rösler
na, da haben sie wohl durch zufall in der historie gekramt, leider ist kein staat mehr da, der sich als helfer aufspielen kann. alle
sind pleite, auch die deutschen, aber das sollten sie doch nun auch gemerkt haben. schauen sie mal in das jahr 1990, da war die brd schon pleite. da mußte schnell die einigung her, damit der westdeutsche konjunkturmotor aus dem stottern wieder raus kam. und dann kamen 15 mio. ddr-schultern um euere schulden breiter zu verteilen. das ist die realität liebe westler.
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Tolle Bildqualität & kleiner Preis: 94 cm Grundig-LCD-TV (EEK: C) jetzt nur 555,- €. bei euronics.de
Damenmode in den schönsten Sommerfarben - online bestellen und sparen. bei KLiNGEL.de
Attraktive und sportive Mode für Sie und Ihn: kompromisslose Qualität, die überzeugt. zum Special
Bildschöne Mai-Schnäppchen: Bücher, Tablet-PC, eBook-Reader und mehr. bei Hugendubel.de
Die 58-jährige Gina Rinehart ist Bergbau-Unternehmerin. zum Video