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Hauskauf schlägt Mietzahlung
18.08.2009, 15:01 Uhr | cs
Die eigene Immobilie ist der Traum vieler - und spart im Vergleich zur Miete auch Geld (Foto: imago)Immobilienbesitzer fahren fast immer günstiger als Mieter. Das berichtet zumindest die Zeitschrift "Finanztest". Demnach sparen Verbraucher durch den Kauf eines Hauses oder einer Wohnung im Vergleich zum Mieten einer Immobilie. Eine Modellrechnung habe gezeigt, dass etwa das Haus eines Käufers nach 30 Jahren rund 145.000 Euro mehr Wert sei als das Vermögen eines Mieters, das er über den Zeitraum hinweg angespart hat.Und die Zeit für den Erwerb einer Immobilie sei dank Niedrigzinsen und fallender Preise günstig.
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Wohnungskauf lohnt bereits nach sechs Jahren
Für die Berechnung sei der Kauf einer Eigentumswohnung zum Preis von 180.000 Euro mit 100 Quadratmetern Wohnfläche und einer jährlichen Wertsteigerung von einem Prozent mit der Kaltmiete für eine ähnliche Immobilie über den Zeitraum von 30 Jahren verglichen worden. Die Nebenkosten wurden außen vor gelassen, weil sie in beiden Fällen als gleich angenommen wurden. Die Geldanlage wurde mit vier Prozent verzinst. Das Eigenkapital für den Immobilienkredit und das Startkapital für die Geldanlage beliefen sich auf je 49.000 Euro.
Immobilien eine lukrative Geldanlage
In dem Vergleich habe sich gezeigt, dass Wohnungskäufer bereits nach sechs Jahren finanziell günstiger wegkommen als Mieter. Das Haus sei in der Modellrechnung zu diesem Zeitpunkt abzüglich der Restschuld bereits mehr wert gewesen als die Geldanlage des Mieters. Noch größer sei der Vorteil nach 26 Jahren geworden, als der Kredit im Modell komplett abbezahlt war. Ab dann wohnte der Hauskäufer mietfrei. Nach 30 Jahren schließlich sei die Immobilie 145.000 Euro mehr wert gewesen als die Geldanlage: Die Immobilie habe dann einen Wert von 243.000 Euro gehabt, die Geldanlage war 98.000 Euro wert.
Zeit für Immobilienkauf ist günstig
Neben der gesparten Miete profitiert der Immobilienkäufer zudem von den aktuellen Niedrigzinsen und einer Vielzahl von Förderprogrammen des Staates. So gibt es für den Bau besonders energieeffizienter Häuser bis zu 50.000 Euro von der staatlichen Förderbank KfW zu 2,47 Prozent effektivem Jahreszins. Wer einen neusanierten Altbau kauft, kann sogar 75.000 Euro zu einem Zinssatz von 1,41 Prozent bei der Staatsbank aufnehmen. Zudem unterstützen die meisten Bundesländer Immobilienkäufer mit Zuschüssen oder zinsgünstigen Darlehen. Informationen gibt es unter
Baufoerder.de. Zudem fördert der Staat mit Wohn-Riester den Erwerb einer Immobilie als Altersvorsorge.
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Aber auch wer eine Eigentumswohnung weiter vermiete, könne "bei guter Lage und angemessenem Preis" gutes Geld mit der Immobilien verdienen. So ließen sich mit der Vermietung einer Drei-Zimmer-Wohnung bei einer Wohnfläche von bis zu 80 Quadratmetern Renditen von über sieben Prozent erzielen.
Fallstricke beim Erwerb einer Immobilie
Allerdings räumen die Experten von "Finanztest" ein, dass die Überlegenheit des Kaufens gegenüber des Mietens an einige Vorraussetzungen geknüpft ist. Inwiefern sich eine Immobilie als Kapitalanlage lohne, hänge etwa von den Marktbedingungen ab. In den vergangenen Jahren erwiesen sich die Immobilienpreise in Deutschland zwar als vergleichsweise stabil. Das muss aber in Zukunft nicht so bleiben. Fallen etwa die Immobilienpreise und gleichzeitig die Mieten, so ist der Mieter im Vorteil.
Verschuldung birgt Unsicherheiten
Daneben können steigende Zinsen den Vorteil des Wohneigentümers schmälern. Zudem birgt die hohe Verschuldung Unsicherheiten: Käufer müssen die Raten monatlich aufbringen und sind an den Ort ihrer Immobilie gebunden. Im Fall von Jobverlust oder Arbeitsplatzwechsel kann dies zur Belastung werden. Deshalb sollten Käufer ihre Finanzierung nicht zu knapp kalkulieren - damit der Erwerb der eigenen vier Wände auch in Krisenzeiten ein sicheres Dach über dem Kopf garantiert.
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Quelle: AFP
, t-online.de