07.02.2012, 17:11 Uhr | bv
In Deutschland könnten sich weit mehr Menschen Wohneigentum leisten als es tatsächlich tun. Das geht aus Berechnungen der Bausparkasse LBS hervor. Demnach könnte die sogenannte Wohneigentumsquote in 15 der 16 Bundesländer höher als 50 Prozent liegen. Tatsächlich schaffen jedoch nur zwei eine Quote von über 50 Prozent, nämlich Rheinland-Pfalz und das Saarland. Nachholpotenzial gibt es vor allem in den Stadtstaaten und den östlichen Bundesländern.
So besitzen in Berlin nur 14 Prozent der Haushalte eine Immobilie, in Hamburg sind es 20 Prozent. Diese Zahlen muss man aber noch mit der finanziellen Leistungsfähigkeit der potenziellen Käufer und den regionalen Immobilienpreisen ins Verhältnis setzen.
Dazu hat die LBS vom Berliner Forschungsinstitut empirica ausrechnen lassen, was sich die Haushalte theoretisch leisten könnten. Der Erwerb von Wohneigentum in dem jeweiligen Bundesland ist demnach machbar, wenn die Finanzierungsbelastung 35 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens nicht übersteigt. Für Zins und Tilgung wurden dabei 7,0 Prozent veranschlagt. Das Eigenkapital sollte ein Jahresnettoeinkommen betragen. Was Sie für Ihr Haus an Zinsen zahlen müssen, sehen Sie in unserem Zinsrechner.
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Grafik: Bezahlbarkeit von Wohneigentum in den Bundesländern (Quelle: LBS)Unter diesen Voraussetzungen könnten sich beispielsweise in Berlin knapp zweieinhalb Mal so viele Menschen eine Wohnung oder ein Haus kaufen, als es bisher tatsächlich getan haben. Ähnlich sieht es in Bremen aus. Bundesweit könnte die Wohneigentumsquote unter Berücksichtigung der Annahmen von 43 auf 61 Prozent steigen. (siehe Grafik)
In Baden-Württemberg und Bayern gibt es für potenzielle Wohnungseigentümer dagegen kaum noch Luft: Nach den Berechnungen könnte die Quote dort nur um sechs bis acht Prozentpunkte gesteigert werden. Die Immobilienpreise seien wegen der Wirtschaftsstärke in diesen Bereich bereits recht hoch. In den neuen Ländern gebe es dagegen noch Nachholbedarf aus DDR-Zeiten.
In Bremen seien zwar die Immobilienpreise für einen Stadtstaat vergleichsweise günstig, es fehle aber offenbar an passenden Angeboten.
Laut LBS hat empirica sogar konservativ gerechnet: die Zinsen seien derzeit deutlich günstiger als in der Studie angenommen, auch der Eigenkapitaleinsatz von unter 20 Prozent werde in der Praxis meist überschritten. Die Gründe, warum sich die Haushalte unter Umständen lieber mieten als kaufen, wurden in der Studie nicht untersucht.
Interessenten für eine Immobilie müssen allerdings mit steigenden Preisen rechnen. Nach Angaben der Pfandbriefbanken kletterten die Immobilienpreise zuletzt um 2,7 Prozent. Der Preisindex erreichte einen Höchstwert. Je nach Lage gibt es auch große Preisunterschiede. So kostet laut Stiftung Warentest eine vergleichbare Wohnung mit 80 Quadratmetern in mittlerer Lage in Magdeburg 100.000, in München dagegen 270.000 Euro.
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Quelle: t-online.de
Henriette schrieb:
am 7. Februar 2012 um 19:54:52
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Ach was...
Dieses Dummgeschwätz von den Banken sollte sich doch längst abgenutzt haben.
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T44 schrieb:
am 7. Februar 2012 um 19:49:48
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@scavenger
Ich bezahle als Mieter 450. Aber seis drum. Sie müssen aber Reparatur u. Instandhaltung u. hohe Betirebskosten bezahlen. Das ist
doch eine Milchmädchenrechnung!
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Denkmit schrieb:
am 7. Februar 2012 um 19:38:37
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Die Banken...
können schönrechnen,wir hätten den Schritt auch schon gerne gewagt,aber wenn man mit dem Geld gerade so hinkommt und eine
kaputte Waschmaschine fast zum Armutsrisiko wird.?.Wir haben Bekannte mit Haus,die machen seit Jahren Urlaub auf Balkonien,sparen für ein neues Dach.....Vielleicht freuen sich mal die Kinder darüber.Wieviel Geld muss man haben daß das alles locker geht?
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