30.12.2011, 11:01 Uhr | dpa
2012 bekommen die Eurostaaten ihre Schuldenkrise in den Griff. Laut Finanzminister Wolfgang Schäuble kein Wunschtraum, sondern eine ernstzunehmende Prognose. "Ich glaube, dass wir in den nächsten zwölf Monaten soweit sind, dass wir die Ansteckungsgefahren gebannt und die Euro-Zone stabilisiert haben werden", sagte der CDU-Politiker im "Handelsblatt". Er sei "zuversichtlich, dass alle Euro-Staaten große Fortschritte bei der Bewältigung der jeweiligen Probleme gemacht haben werden." Zentral sei die rasche Kapitalausstattung des Euro-Rettungsfonds.
Schäuble ist damit deutlich zuversichtlicher als die Wirtschaftsweise Beatrice Weder di Mauro. Die Wirtschafts-Professorin hält angesichts der immer größeren Spannungen im Euroraum ein Auseinanderbrechen der Währungszone im kommenden Jahr nicht mehr für unmöglich. Im Interview mit der "Bild"-Zeitung erklärte sie auf die Frage, ob der Euro 2012 auseinanderbreche: "Das wäre für alle Beteiligten schlimm - aber nicht mehr ganz auszuschließen."
Dieses Szenario schloss der CDU-Politiker dagegen aus: "Eine Währungsgemeinschaft schweißt das Schicksal von Staaten zusammen", sagte Schäuble. "Die politisch Verantwortlichen der Euro-Zone tun deshalb alles, um ein Auseinanderfallen zu verhindern."
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Die Märkte sind dagegen weiter verunsichert. Am Donnerstag war der Euro/Dollar-Wechselkurs zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit September 2010 gefallen. Als Ursache für den Kurseinbruch nannten Händler die Sorge der Anleger vor einer Eskalation der Schuldenkrise. Nach wie vor trauen die wenigsten Anleger den Euro-Ländern zu, ihre angeschlagenen Staatsfinanzen in den Griff zu bekommen. Daran haben offensichtlich auch die wichtigen Beschlüsse der Staats- und Regierungschefs von Anfang Dezember nichts ändern können. Zudem hatte Italien erneut hohe Zinsen für die Aufnahme neuer Staatsanleihen zahlen müssen - auch wenn die Risikoaufschläge bereits wieder sinken.
Schäuble sprach sich zudem dafür aus, den Euro-Rettungsfonds ESM schnell mit Barmitteln auszustatten. "Je früher wir die 80 Milliarden Euro Kapitaleinlage zusammen haben, umso besser ist dies." Es sei das stärkste Signal, dass die Mitgliedsländer der Euro-Zone zu ihrer gemeinsamen Währung stehen. Es komme nicht nur auf Deutschland an. Die Bereitschaft und Fähigkeit der anderen Euro-Staaten sei auch relevant. Schäuble will die Vorarbeiten für die Einrichtung des ESM im ersten Quartal 2012 abschließen, damit der Fonds ab Mitte 2012 seine Arbeit aufnehmen kann.
Quelle: dpa
Gerechtigkeit schrieb:
am 16. Januar 2012 um 08:31:50
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Schäuble Eurokrise im Griff
Noch nie sind die Menschen in Deutschland so auf dem Arm genommen worden wie jetzt. Ablenkungsmanöver mit
Bonds, Hebel, Schutzschirm etc. Aktuell Zahlungen über EZB mit weiteren hohen Haftungen, Schäuble und allg. politische Aussagen, Schuldenübernahmen der anderen Länder, Wulff und Sprechverbote für die CDU durch Merkel, BRD profitiert vom Euro??? usw. Es reicht mit dieser Art von Politik. Dies hat nichts mehr mit Demokratie zutun. Extreme Reaktionen der Bürger sind daraus nur logisch.
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Demokrat schrieb:
am 16. Januar 2012 um 08:04:02
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Schäuble Krise im Griff
Falls Hr. Schäuble dies wirklich gesagt hat, nach all den bisherigen Falschaussagen und Fehleinschätzungen, frage
ich mich, was denkt dieser Herr. Hält er die Menschen für so minderbemittelt oder ist er selbst nicht größer. Hr. Schäuble - abtreten und mit Ihnen die gesamte politische Clique.
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Nachtfalke schrieb:
am 6. Januar 2012 um 15:34:22
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Eúro-Krise
Muahahahaha!Schon klar,Wolfi,passt schon!
Vielleicht wärs das Beste,ein paar Nachhilfe-Stunden in Mathe zu nehmen-
natürlich
auf Steuerzahlers Kosten!!
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