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Xbox und Office bescheren Microsoft einen Rekordumsatz

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Xbox und Office bescheren Microsoft einen Rekordumsatz

28.01.2011, 09:55 Uhr | dpa-AFX

Die Xbox von Microsoft bescherte dem IT-Konzern einen Rekordumsatz (Foto: dpa) (Quelle: dpa)Die Xbox von Microsoft bescherte dem IT-Konzern einen Rekordumsatz (Foto: dpa)Microsoft hat dank seiner boomenden Xbox im abgelaufen Quartal einen Rekordumsatz eingefahren. Aber auch die Bürosoftware Office sorgte in Redmond für Rekordverkäufe. So stieg im zweiten Geschäftsquartal der Umsatz um fünf Prozent und durchbrach damit erstmals die 20-Milliarden-Dollar-Marke. "Wir sind begeistert darüber, wie die Kunden unsere Produkte zu Weihnachten angenommen haben", sagte Finanzchef Peter Klein. Allerdings stagnierte der Gewinn auf hohem Niveau - und es bleiben viele Baustellen im Konzern.

Laut dem Manager habe vor allem die neue Bewegungssteuerung Kinect für die Xbox 360 den Verkäufen der Spielekonsole einen Schub verliehen. Sie hatte sich binnen 60 Tagen acht Millionen Mal verkauft. Auch das Firmenkundengeschäft mit der neuen Bürosoftware Office 2010 entwickelte sich blendend. Dagegen flauten die Verkäufe von Windows 7 ab. Im Vorjahreszeitraum hatte das damals neue Betriebssystem Rekordverkäufe erzielt. Mit inzwischen mehr als 300 Millionen verkauften Lizenzen bleibt Windows 7 aber eine Erfolgsgeschichte.

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Microsoft-Gewinn stagniert

Beim Gewinn zeigte sich indes die Kehrseite der Gewichteverschiebung von der Soft- zur Hardware: Mit 6,6 Milliarden Dollar trat Microsoft nahezu auf der Stelle. "Xbox und Kinect verursachen höhere Kosten als der Rest unserer Produkte", sagte Finanzchef Klein. Die Geräte müssen aufwendig produziert werden. Einmal entwickelte Software wirft dagegen riesige Profite praktisch ohne weitere Kosten ab.

Analysten hatten sogar mit einem Rückgang des Gewinns gerechnet, so dass die Aktie zu Handelsschluss an der New York Stock Exchange 0,3 Prozent im Plus lag. Microsoft hatte die Zahlen versehentlich schon während des laufenden Börsenbetriebs online gestellt. Normalerweise erscheinen die Ergebnisse erst, nachdem der Schlussgong ertönt ist, damit die Investoren sich in Ruhe einen Überblick verschaffen können.

Microsoft setzt auf den klassischen PC

Klein zeigte sich optimistisch für die Zukunft: "Wir glauben, dass die Firmenkunden ihre Computerausstattung weiterhin erneuern werden." Neue Computer bedeuten in der Regel auch neue Software. Apple-Chef Steve Jobs sieht indes den klassischen PC als Auslaufmodell und schwärmt von einer Zukunft mit kleinen, leichten Geräten wie seinem iPad.

Erst die kommende Generation von Windows wird problemlos auf diesen flachen Minirechnern laufen können. Microsoft wird dafür die Chips von ARM unterstützen, einem britischen Entwickler, dessen Prozessoren die meisten Tablet-Computer antreibt.

Smartphone-Markt als große Baustelle

Bei den immer beliebter werdenden Smartphones will Microsoft verlorenen Boden mit Windows Phone 7 gutmachen. Das spezielle Betriebssystem treibt inzwischen neun Smartphone-Modelle an. Täglich kommen mehr als 100 Zusatzprogramme hinzu, sogenannte Apps. "Wir haben aber noch einiges an Arbeit vor uns", räumte Klein ein.

Ohne Erfolge bei den mobilen Geräten droht Microsoft endgültig von Apple überholt zu werden: Umsatz und Unternehmenswert liegen bereits höher. Und mit einer Verdopplung des Quartalsgewinns auf 6 Milliarden Dollar ist Apple mittlerweile auch verdächtig nahe an den Profit von Microsoft herangerückt. Branchenkenner warten gespannt darauf, wie sich die beiden Technologieriesen im laufenden Quartal schlagen werden.


Quelle: dpa-AFX

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