08.02.2012, 13:05 Uhr | dpa-AFX
Stühlerücken bei Yahoo: Eine neue Führungsmannschaft soll es beim schwächelnden Internet-Pionier richten. Nachdem in den vergangenen Monaten schon Firmenchefin Carol Bartz und Mitgründer Jerry Yang ihren Hut genommen hatten, gaben nun der seit langem kritisierte Verwaltungsratschef Roy Bostock und drei weitere Mitglieder des obersten Führungsgremiums ihren Rückzug bekannt. Die Börsianer zeigten sich von der Nachricht unbeeindruckt.
Er stelle sich auf der nächsten Hauptversammlung nicht zur Wiederwahl, erklärte Bostock in einem offenen Brief an die Aktionäre. "Es war mir immer eine Ehre, Verwaltungsratschef von Yahoo zu sein."
Bostock sitzt seit 2003 im Verwaltungsrat und ist seit Anfang 2008 der Vorsitzende. Als solcher ist er neben dem Konzernchef der wichtigste Mann im Unternehmen. Wer ihm folgen soll, ist offen. Es wäre auch denkbar, dass der seit Jahresbeginn amtierende Konzernchef Scott Thompson, der von der Online-Handelsplattform Ebay kam, das Amt mit übernimmt.

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Die Anteilseigner von Yahoo sind in den vergangenen Monaten immer unzufriedener geworden mit der Leistung der Führungsriege. Der einst populäre Internet-Konzern hat den Anschluss an Google und Facebook verloren, die immer mehr Online-Werbeeinnahmen einsammeln können. Umsatz und Gewinn schrumpften zuletzt.
Es ist aber unklar, wie das neu formierte Yahoo-Management die alten Probleme angehen will. Als eine Möglichkeit gilt der Einstieg von potenten Investoren. "Bis jetzt hat es aber noch keine Vorschläge gegeben, die das Komitee als attraktiv für die Aktionäre erachtet hat", erklärte Bostock in seinem Brief.
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Als weitere Möglichkeit gilt, dass Yahoo seine wertvollen Anteile an den Internetfirmen Alibaba in China und Yahoo Japan versilbert. Auch hier liefen die Gespräche noch, hieß es von Bostock. Die Transaktionen seien komplex.
Wenn Bostock selbst die Verhandlungen noch zu einem Abschluss bringen will, muss er sich sputen. Die Hauptversammlung findet üblicherweise im Mai statt. Nach diesem Termin werde der Großteil des neunköpfigen Verwaltungsrat neu besetzt sein, erklärte Bostock. Die verbleibenden Mitglieder seien zudem erst ab dem Jahr 2010 dazugestoßen.
Die Aussage unterstreicht: Die alte Yahoo ist Geschichte. Firmenchefin Bartz war im September gegangen, Mitgründer Yang folgte im Januar.
Bartz wollte den als Portalbetreiber gestarteten Internetkonzern zum Anbieter von Medieninhalten umbauen. Doch durchschlagende Erfolge blieben aus. Bei der Internetsuche verbündete sich Yahoo notgedrungen mit Microsoft. Die Fehler kreiden die Anteilseigner dem restlichen Verwaltungsrat bis heute an.
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Quelle: dpa-AFX
Perter schrieb:
am 8. Februar 2012 um 14:44:29
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Yahoo
braucht kein Mensch wirklich.
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