03.07.2011, 16:55 Uhr | sia
Kondom-Kontrolleure müssen eintönige Arbeit und starken Gummigeruch aushalten. (Foto: ddp)
Sie finden, Ihr Job ist öde, der Chef nervt - und überhaupt können Sie sich nicht vorstellen, dass andere im Beruf genauso leiden müssen wie Sie? Ganz falsch. Denn es ginge noch viel schlimmer. Wer zum Beispiel als Kondom-Qualitätskontrolleur, Geflügelgeschlechtsbestimmer oder Maden-Hüter seinen Lebensunterhalt verdient, kann sicher von sich sagen, dass er einen fiesen Job macht. Das zumindest zeigt der New Yorker Werbetexter und Autor Justin Racz in seinem Buch "50 Jobs, die schlimmer sind als deiner". Wir stellen Ihnen in unserer Foto-Show zehn Berufe seiner Auswahl vor.
So absurd manche der Berufsbilder, die Racz anführt, auch klingen: Es gibt sie. Maden-Hüter etwa beschäftigen sich demnach mit Larven und Maden, die zum Beispiel auf Filmleichen platziert werden. Mit einer Kühlbox voller ungeschlüpfter Fliegen geht es dazu zu Drehorten rund um die Welt, schreibt Racz, der Verdienst liege bei 28 bis 30 Euro die Stunde. Vielleicht kann das ein bisschen über den Ekeleffekt des Jobs hinwegtrösten.
Auch nicht unbedingt jedermanns Fall: die Arbeit als Geflügelgeschlechtsbestimmer. Der untersucht laut Racz den gemeinsamen Körperausgang von Küken für den Verdauungs-, Harn- und Fortpflanzungstrakt um festzustellen, ob das Tier einen Penis hat. Dafür erhalte ein Beschäftigter dieser Zunft 300 bis 525 Euro pro Tag plus Spesen, habe aber auch im Schnitt etwa 5000 bis 7000 Küken täglich unter die Lupe zu nehmen - und zwar nonstop.
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Und ganz sicher möchten die Wenigsten mit einem Wurfzwerg den Job tauschen, der als menschliches Wurfgeschoss seinen kleinwüchsigen Körper für eine mehr als skurrile Sportvariante zur Verfügung stellt - die in den USA, Großbritannien und Frankreich im Übrigen offiziell verboten sei, heißt es in Racz' Buch. Allerdings könne ein Wurfzwerg auf Tour ein auch sechsstelliges Einkommen erzielen.
Angesichts solcher Beispiele erscheint der eigene Job doch gleich viel positiver. Und wenn doch der Schwung fehlt: Oft genügt ein kleiner motivierender Anstoß, um wieder Spaß an der Arbeit zu finden. Experten raten, zunächst einmal zu schauen, was wirklich stört. Ist die Tätigkeit selbst unbefriedigend? Oder wird eher die Zusammenarbeit mit einem Kollegen oder dem Chef zum Problem?
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Jobprofis empfehlen außerdem, auch das eigene Verhalten kritisch zu überprüfen. Viele Beschäftigte vermiesen sich demnach selbst den Arbeitstag - indem sie jeden Tag mit schlechter Laune im Büro auftauchen, den Job lustlos abhandeln und sich dann über negative Reaktionen von andern Mitarbeitern oder Vorgesetzten wundern. "Dann bekommt man vielleicht auch keine spannenden neuen Projekte mehr, weil die Kollegen den Eindruck haben, dass man darauf ohnehin keine Lust hat", erläuterte etwa Karrierecoach Hermann Refisch aus Frankfurt am Main gegenüber der Nachrichtenagentur ddp.
Helfen könne auch, sich die positiven Aspekte einer Arbeitsstelle bewusst zu machen - beispielsweise ein festes Gehalt oder ein kurzer Arbeitsweg. Nicht zuletzt kann auch ein Gespräch mit dem Vorgesetzten oder Personaler die Situation verbessern. Oft lohnt es sich Refisch zufolge etwa, im eigenen Unternehmen nach möglichen Veränderungen oder alternativen Aufgabengebieten zu suchen.
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Und wenn sich in der alten Firma kein Ausweg aus dem Motivationsloch auftut, ist es wahrscheinlich höchste Zeit, den Job zu wechseln. Wer beispielsweise regelmäßig sonntagsabends keine Lust hat, am nächsten Morgen zur Arbeit zu gehen, sollte demnach unbedingt Augen und Ohren nach einer Jobalternative offen halten, raten die Experten des Karriereportals careerbuilder.de.
Ein weiteres Argument, nicht im alten Arbeitselend zu verweilen, ist natürlich die Gesundheit. Wen die Arbeit ständig stresst oder sogar depressiv macht, der sucht laut careerbuilder.de am besten umgehend nach einer neuen Stelle. Ein Grund für die gesundheitlichen Probleme kann etwa ständige Überforderung am Arbeitsplatz sein. Und bevor Betroffene in einen Burn-out abrutschen, sollten sie sich auf jeden Fall neu orientieren, was den Job oder gar die Branche angeht.
(Foto: riva)Justin Racz' Buch "50 Jobs die schlimmer sind als Deiner" ist im riva Verlag erschienen und kostet knapp zehn Euro.
Quelle: t-online.de
workaholic schrieb:
am 11. April 2012 um 22:22:56
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Fähigkeiten
Es gehört leider zur politischen Korrektheit in diesem Land, nicht öffentlich sagen zu dürfen, daß es auch bei uns viele
Beschäftigte gibt, die zu nichts anderem fähig sind, als zu den einfachsten, schlecht bezahlten Jobs, die kein anderer machen will. Statt dessen schimpft man deren Arbeitgeber ungestraft "Ausbeuter" oder Schlimmeres.
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ommm schrieb:
am 29. März 2012 um 18:41:40
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heiligkeit
Ich war 30 Jahre Brezelsalzer beim Dalai-Lama und kann nach meiner Kündigung ( wg Unzucht ) in Deutschland keinen gleichwertigen
Job mehr finden. Wulff wollte mich als Bundespräsidial-Brezelsalzer einstellen,aber es hat leider nicht sollen sein. Gauck salzt anscheinend selber.
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TR.E. schrieb:
am 22. März 2012 um 10:20:10
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ja und ?
Was soll denn das Gejammer über die ach so schlimmen Jobs? Wer das macht, hat es sich ja wohl selber ausgesucht. Und wer keinen
besseren Job machen kann, hat selbst seine Qualifikation verpatzt.
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