23.12.2011, 14:39 Uhr | dpa-AFX, dapd
Hans-Georg Härter, Vorstandsvorsitzender von ZF (Quelle: dpa)
Die ZF Friedrichshafen AG bleibt in der Erfolgsspur und erzielt im Jahr 2011 voraussichtlich einen Konzernumsatz von rund 15,5 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 20 Prozent gegenüber 2010 und mehr als jemals zuvor. Auch für 2012 bleibt der vor allem für seine Autogetriebe bekannte Konzern optimistisch und hofft auf einen neuerlichen Umsatzrekord.
Regional erreicht ZF die hohen Wachstumsraten vor allem in der Region Nordamerika, wo 2011 ein Umsatzplus von weit über 40 Prozent erzielt wurde, und in Osteuropa mit einem Plus von über 30 Prozent. Im gesamten Europa erzielt ZF Zuwächse in Höhe von knapp 20 Prozent.
Die Region Südamerika bringt gut 15 Prozent Umsatzzuwachs, Asien-Pazifik entwickelt sich 2011 nach enormen Steigerungsraten in den vergangenen Jahren mit knapp 10 Prozent etwas verhaltener. Parallel zum Umsatzplus gab es auch viele neue Jobs im Konzern. Allein in Deutschland wurden 4500 neue Stellen geschaffen; insgesamt stieg die Mitarbeiterzahl 2011 um knapp zwölf Prozent auf jetzt 72.100. Im kommenden Jahr sollen es weltweit noch mal 4500 mehr werden.
Auf Produktebene profitiert der ZF-Konzern unter anderem von der anhaltend hohen Nachfrage nach Pkw. Deshalb baut der drittgrößte deutsche Zulieferer derzeit auch ein riesiges Getriebewerk in den USA, von dem aus vor allem der Großkunde Chrysler mit Automatikgetrieben versorgt werden wird. Mindestens 800 000 Automatikgetriebe sollen dort im Jahr gebaut werden.
Und ZF sieht weiter gute Chancen für das Geschäft mit Getrieben. Wurden 2010 noch eine Million dieser Getriebe gebaut, sollen es 2012 bereit zwei Millionen sein. 2015 wird ZF dann drei Millionen Automatikgetriebe bauen. "Das gute an dieser Prognose ist, dass sie mit Verträgen abgesichert ist", betonte der Vorstandschef.
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2015 soll dann der Umsatz auch bei 20 Milliarden Euro liegen. Vor allem in den Wachstumsmärkten wie Amerika und Asien gewinne ZF derzeit viele neue und teilweise große Kunden, hieß es. Dies verringere die Abhängigkeit vom westeuropäischen Markt. Für 2012 rechnet Vorstandschef Hans-Georg Härter mit etwa einer Milliarde Euro Umsatzplus. Da Härter für seine eher vorsichtigen Prognosen bekannt ist, gehen Experten aber von einem größeren Erlöswachstum aus.
Probleme wird es aber in den nächsten Monaten vor allem im europäischen Nutzfahrzeuggeschäft geben, wo der im Mai scheidende ZF-Boss einen Marktrückgang von etwa zehn Prozent erwartet. Die Eurokrise schwebe zwar als latentes Risiko über der Realwirtschaft, ZF sei aber verhalten optimistisch.
Anzeichen für eine Krise gebe es derzeit nicht. Gegen eventuelle dramatische Abstürze wie 2008/09 habe sich die ZF Friedrichshafen AG mit ausreichend Liquidität versorgt.
Quelle: dapd , dpa-AFX
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